Widerrufsrecht

Das Widerrufsrecht erlaubt Verbrauchern, einen online geschlossenen Vertrag innerhalb einer bestimmten Frist ohne Angabe von Gründen rückgängig zu machen. Es gilt für die meisten Online-Käufe und Buchungen. Reine B2B-Geschäfte sind davon in der Regel ausgenommen.

Das Widerrufsrecht gibt Verbrauchern die Möglichkeit, einen Vertrag, den sie online abgeschlossen haben, innerhalb einer gesetzlichen Frist ohne Begründung wieder aufzulösen. Es betrifft klassische Online-Shops ebenso wie Buchungsplattformen oder Anbieter digitaler Dienstleistungen, sofern sie Verträge mit Verbrauchern abschließen. Besteht eine solche gesetzliche Pflicht, kommt ein Anbieter künftig auch am neuen Widerrufsbutton nicht vorbei, über den der Widerruf technisch erklärt werden kann. Für reine Geschäftskunden gilt die Pflicht dagegen in der Regel nicht, weil das Widerrufsrecht speziell den Verbraucherschutz betrifft und B2B-Angebote davon ausgenommen sind. In der praktischen Umsetzung bedeutet das Widerrufsrecht oft mehr als eine rechtliche Formalie: Wird ein Vertrag widerrufen, müssen Bestellungen storniert, Zahlungen zurückgebucht und interne Prozesse angepasst werden. Ein Online-Shop-Betreiber sollte deshalb die sichtbare Widerrufsmöglichkeit auf der Website ebenso im Blick behalten wie die dahinterliegenden Abläufe, die einen Widerruf am Ende sauber dokumentieren müssen. Fehlt diese Abstimmung, entstehen im Ernstfall schnell Verzögerungen oder unklare Zuständigkeiten im Kundenservice.

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