Eine Schriftlizenz legt fest, unter welchen Bedingungen eine Schriftart, im Fachjargon oft Fonts genannt, genutzt werden darf, etwa auf wie vielen Rechnern oder in welchen Anwendungsfällen. Viele Lizenzen sind an bestimmte Arbeitsplätze oder ein einzelnes Unternehmen gebunden, weshalb Schriften nicht einfach mit einer INDD-Datei an Dritte weitergegeben werden dürfen. Wird eine offene Layoutdatei ohne Rücksicht auf diese Regel übergeben, entsteht schnell ein technisches Problem: Auf dem empfangenden Rechner fehlt die passende Schrift, InDesign ersetzt sie automatisch durch eine andere, und das Layout verschiebt sich, Zeilen brechen anders um, das Gesamtbild wirkt plötzlich anders als geplant. Diese Fehlersuche kostet Zeit und lässt sich vermeiden, wenn vorab geklärt wird, welche Schriftlizenzen im Projekt verwendet wurden und ob sie weitergegeben werden dürfen. Manche Schriftanbieter bieten dafür eigene Lösungen an, etwa Lizenzen, die sich auf mehrere Nutzer übertragen lassen. Bevor eine InDesign-Datei an eine andere Agentur oder ein internes Team weitergeht, gehören deshalb auch die verwendeten Schriftlizenzen auf die Prüfliste, genau wie Bildverknüpfungen und Formatvorlagen.