Deepfake

Ein Deepfake ist ein täuschend echt wirkendes Bild oder Video, das reale Personen, Orte oder Ereignisse zeigt, obwohl die Szene nie stattgefunden hat. Solche Inhalte lassen sich mit heutigen KI-Tools erstaunlich einfach erzeugen. Die EU-KI-Verordnung verlangt deshalb eine klare Kennzeichnung.

Ein Deepfake entsteht, wenn künstliche Intelligenz Bild- oder Videomaterial so verändert oder neu erzeugt, dass es eine reale Person, einen realen Ort oder ein tatsächliches Ereignis täuschend echt darstellt, obwohl die gezeigte Szene so nie passiert ist. Anders als ein gewöhnliches KI-Bild, etwa ein generiertes Headerfoto ohne erkennbaren Bezug zu echten Menschen, fällt ein Deepfake unter die Kennzeichnungspflicht der EU-KI-Verordnung. Ein solcher Inhalt muss klar als KI-generiert markiert werden, sobald er veröffentlicht wird. Schwieriger wird die Einordnung bei einem generierten Mitarbeiterfoto einer Person, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt: Rechtlich zählt das nicht zwingend als Deepfake, trotzdem lohnt sich Vorsicht, wenn die abgebildete Person wie ein echter Mensch wirkt. Ein Hinweis auf die KI-Herkunft schützt in solchen Grenzfällen vor Missverständnissen und vor dem Vorwurf, bewusst getäuscht zu haben. Wichtig ist außerdem, an das Recht am eigenen Bild zu denken, falls eine generierte Person zufällig einer real existierenden Person ähnelt. Bleibt der Hinweis auf die künstliche Herkunft aus, wirkt ein realistisches KI-Porträt auf einer Teamseite oder in einer Kampagne schnell wie eine echte Person, was bei Kunden oder Website-Besuchern für Verwirrung sorgen kann.

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