Die Unternehmenssprache beschreibt, wie ein Betrieb selbst über seine Produkte, Leistungen oder Werte spricht, meist geprägt von Fachbegriffen, internen Abkürzungen und einer Perspektive, die von innen nach außen blickt. Diese Sprache entsteht oft im Tagesgeschäft, in Angeboten, Produktblättern oder internen Präsentationen, und sie funktioniert dort gut, weil alle Beteiligten die Begriffe kennen. Auf einer Website oder in einer Anzeige stößt sie dagegen schnell an Grenzen: Kunden verstehen Fachjargon nicht automatisch, und was intern selbstverständlich klingt, wirkt nach außen sperrig oder distanziert. Genau an dieser Stelle wird die Zielgruppenansprache wichtig, denn Texter und Grafiker übersetzen die Unternehmenssprache in eine Wort- und Bildsprache, die zur jeweiligen Zielgruppe passt. Ein Maschinenbauer, der in Broschüren dieselben Begriffe verwendet wie in internen Konstruktionsunterlagen, verliert damit möglicherweise genau die Kunden, die er eigentlich erreichen möchte. Vor jedem größeren Kommunikationsprojekt lohnt sich deshalb ein Blick darauf, wo die eigene Unternehmenssprache endet und wo eine verständlichere Ansprache beginnen muss.