Metadaten sind technische Zusatzinformationen, die in einer Datei mitgespeichert werden, aber im eigentlichen Bild nicht zu sehen sind. Bei Fotos gehören dazu klassischerweise Angaben wie Aufnahmedatum, Kameramodell oder Standort. Bei KI-generierten Bildern übernehmen Metadaten künftig eine zusätzliche Aufgabe: Die Anbieter von KI-Systemen müssen ihre Bilder darüber maschinenlesbar als KI-generiert markieren, wie es die EU-KI-Verordnung ab dem 2. August 2026 vorschreibt. Problematisch wird es, wenn diese Angaben im Produktionsprozess verloren gehen. Viele Bildbearbeitungsprogramme entfernen Metadaten automatisch beim Speichern oder Komprimieren, etwa wenn ein Bild für die Website optimiert wird. Ein Grafiker, der ein KI-generiertes Motiv für einen Flyer weiterverarbeitet, sollte deshalb im Blick behalten, ob die verwendete Software solche Informationen erhält oder überschreibt. Auch wenn für Website-Betreiber keine direkte Pflicht besteht, KI-Bilder sichtbar zu kennzeichnen, gehört ein sorgfältiger Umgang mit den vorhandenen Metadaten zu einer sauberen Arbeitsweise. Er erleichtert später die Nachvollziehbarkeit, welches Bildmaterial wie entstanden ist, und schützt vor Rückfragen zur Herkunft einzelner Motive.